Radler-Club Pfeil in den Sextener Dolomiten
im August 99
 

 

Nachdem im Jahr 1998 einige Mountainbiker des RC Pfeil Neckarsulm e.V. die Alpen mit dem Fahrrad überquert haben, reifte 1999 die Idee, ein Höhentrainingslager in den Dolomiten zu verbringen. Ziel dieser Sportwoche war Toblach/Südtirol.

Bereits die erste Tour rund um die Drei Zinnen erforderte viel Kraft auf der langen höhen-metervernichtenden Auffahrt hoch zur Auronzohütte (2330m). Daß dieses Hochplateau im 1. Weltkrieg Schauplatz großer Schlachten war, wurde einem auf eindruckvollste Weise bestätigt. Größtenteils ist man in dieser Höhe auf ehemaligen Versorgungs- und Nachschub-wegen unterwegs. Diese Schotterwege sind im Laufe der Jahrzehnte stark verwittert und von Erosion nicht verschont geblieben, so daß das natürlich perfektes Mountainbike-Terrain darstellt. Bei Sonnenschein und inmitten der grandiosen Hoch-gebirgskulisse folgten traumhafte Pfade mit selektiven Abfahrten hinunter ins Tal


 

Auf einer anderen Tour hieß es kurbeln, kurbeln, kurbeln. Vier Pässe standen auf dem Programm: Passo Campolongo (1875m), Passo Pordoi (2239m)

dann der höchste Dolomitenpaß, der Sellapaß (2244m) mit wunderbarem Ausblick auf den Langkofel auf der Seiseralm und schließlich noch das Grödner Joch (2137m).

Der anschließende Cappuchino im warmen Tal schmeckte hervorragend...

Neben Mountainbike-Touren standen auch Bergwandern und Klettertouren auf dem Programm. Bei einem Familienausflug auf den Gipfel des Monte Piano, der im 1.Weltkrieg von Italien und Österreich-Ungarn hart umkämpft wurde, fanden sich noch  viele Relikte aus dieser Zeit.

Auch auf einer Klettertour, die von Dr. Roland Kühner geführt wurde, konnte man nächsten Tag erleben, wie nah Leben und Tod im Gebirge beieinander sind.

 

Live mußte die Gruppe die Bergung eines tödlich verunglückten italienischen Bergsteigers miterleben, der kurz zuvor den gleichen Klettersteig von der Drei-Zinnen-Hütte zum Paternkofel (2744m) gehen wollte. Er stürzte an einer ungesicherten Stelle und fiel 90m tief. Aufgrund des unwegsamen Geländes war die Landung des Hubschraubers nicht möglich, so daß Helfer in die Wand abgeseilt wurden.

Am letzten Tag standen 1800 Höhenmeter auf dem Programm.

Das Kilometerfressen begann am Dürrensee. An drei von Wanderern überlaufenen Berghütten ging es vorbei immer höher bis zur Seekofelhütte (2327m).
Nach Genuß des gigantischen Dolomiten-Panoramas folgte nach einer kurzen Tragepassage ein Downhill der Extraklasse durch riesige Geröllfelder. Weiter ging es über schöne Singletrails vorbei an Almen und klaren Bergbächen zurück nach Toblach.


(frei nach Robert
Schwarz )