RC PFEIL Neckarsulm e.V. |
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| Samstag, den 5.September um
10 Uhr morgens brachen sieben Mountainbiker des RC PFEIL Neckarsulm in Oberstdorf/Allgäu
zur ersten Etappe der Alpen überquerung auf. In strömendem Regen mußten gleich am
ersten Tag der Schrofenpaß, der Flexenpaß und der Arlbergpaß bewältigt werden.
Ständige Begleiter waren die 6-8 kg schweren Rucksäcke mit Kleidung, Werkzeug,
Landkarten und Erste-Hilfe-Set. Die erste Nacht wurde auf der ,,Konstanzer Hütte" (1
700m) im Verwall verbracht. Erwähnenswert sind noch die Unmengen von Kaiserschmarren, die
am Abend verdrückt wurden. Am nächsten Tag ging es vorbei ander ,,Heilbronner Hütte"(2320m) zum Kopsstausee, weiter durch das Paznauntal bis Ischgl. Von dort ging es auf Schotterwegen weiter bergauf durch das Fimbertal bis hoch zur ,,Heidelberger Hütte"(2264m) in der Silvrettagruppe. Der dritte Tag begann mit einer harten Schiebeetappe über den Fimberpaß (2608m). Anschließend ging es über grünes Almen-und Weidegelände hinunter ins Engadin in der Schweiz. Immer wieder traf man andere Gruppen Alpen überquerer, die teils andere Routen wählten, aber alle das Ziel Gardasee hatten. Es folgte die Auffahrt durch eine der wildesten Schluchten der Alpen, die Uina Schlucht. Der Weg wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Militär in die senkrecht abfallenden Felswände gesprengt. Wieder im Nieselregen erreichte die Gruppe am Abend die ,,Sesvennahütte"(2256m) in Italien. Am vierten Tag folgte die Königsetappe nach einer rasanten Abfahrt ins Vinschgau/Südtirol. Vier Stunden lang kämpften sich die Biker bis auf das Stilfser Joch (275 7m) hoch. Mit Geschwindigkeiten bis 80 km/h jagte man den Autos ins Tal hinterher. Die ersten Ersatz-Bremsbeläge wurden fällig. Ubernachtet wurde im Sporthotel Bormio. Am fünften Fahrtag scheinte endlich mal den ganzen Tag die Sonne, so daß man in kurzem Trikot über den traumhaft gelegenen Gavia-Paß (2608m), weiter Richtung Süden fahren konnte. Unterwegs hatte man einen herrlichen Ausblick zum Ortler, zur Königsspitze und zum Monte Cevedale. Die sechste Etappe war eine Durchquerung der Adamello-Gruppe auf Wanderwegen. Knapp sieben Stunden lang mußten die Bikes bergauf und bergab, teilweise durch Geröllfelder, über schmale Pfade und durch unwegsames Gelände geschoben und getragen werden. Höchster Punkt war der Passo di Campo (2296m). Nach einer langen Abfahrt vorbei an Wildpferden und -eseln, vorbei an den Seen Lago di Bissina und Lago di Boazzo erreichte man am Abend Pieve de Bono, wo uns eine tolle Unterkunft und ein unvergleichliches Abendessen erwarteten. Die Töchter des Hauses verwöhnten uns mit Salat, Spaghefti, Fleisch, Dessert und Cappucino bis zum Abwinken. Am letzten Tag stand noch der legendäre Tremalzo-Paß auf dem Programm. Bis dorthin hielten uns nur kleinere Defekte oder Reifenpiatten auf, aber am Passo Rochetta schlug der Pannenteufel bei Rolands Rocky Mountain zu. Nach einem atemberaubenden Downhill auf alten und verfallenen Militärstraßen platzte die durchgebremste Felge. Doch unser eisenharter Biker rollt die letzten Kilometer, natürlich auf der Felge, vorbei an dem Bergdörfchen Pregasina runter bis ins Tal . Bei strömendem Regen wurden die Sektflaschen vor einem Supermarkt in Riva am Gardasee geköpft. Insgesamt waren 12215 Höhenmeter und 425 km geschafft ohne konditionelle und größere technische Probleme. |